Die unsichtbare Gefahr für Kaninchen: E. Cuniculi

Eine Infektion mit E.Cuniculi kann bei Kaninchen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen. Die Erkrankung ist häufig und wird durch Parasiten verursacht, die das Immunsystem des Tieres schwächen. Es ist wichtig, so rasch als möglich, einen Tierarzt aufzusuchen. Ein sehr häufiges Symptom ist die typische Kopfschiefhaltung. Umgangssprachlich spricht man von E. Cuniculi deshalb auch von der „Sternengucker-Krankheit“.

Eine erfolgreiche Behandlung ist möglich, wenn sie rechtzeitig erfolgt und die Tiere in den Wochen danach sorgfältig überwacht werden.
 

Unser Tipp: Unsere Futter-Mischung "Sternengucker" ist speziell auf die Befürnisse von Kaninchen mit E. Cuniculi abgestimmt. Es ist eine wertvolle Futter-Begleitung zu den vom Tierarzt bzw. der Tierärztin verordneten Medikamente und Präperate. Enthalten sind ausgewählte Kräuter, Blätter und Blüten, die mit der Kraft aus der Natur unterstützen. 

 

Einführung: Was ist E. Cuniculi und wie betrifft es Kaninchen?

E. Cuniculi ist eine parasitäre Infektion, die bei Kaninchen vorkommt. Es wird durch den einzelligen Parasiten Encephalitozoon cuniculi verursacht. Dieser Parasit infiziert das Nervensystem des Kaninchens und kann eine Vielzahl von neurologischen Symptomen verursachen.

Die Übertragung von E. Cuniculi erfolgt hauptsächlich über den Kontakt mit infiziertem Urin, aber auch schon über den Mutterleib oder durch den engen Kontakt zwischen Kaninchen. Die Infektion kann auch auf andere Tierarten, einschließlich des Menschen, übertragen werden, obwohl die meisten Menschen gegen den Parasiten immun sind und keine Symptome entwickeln.
Die typischen Symptome von E. Cuniculi beim Kaninchen sind unter anderem Kopfschiefhaltung, Zittern, Krämpfe, Verlust der Koordination, Lähmungen und Verhaltensänderungen. Die Krankheit kann akut oder chronisch verlaufen und ohne Behandlung zu schweren Schäden am Nervensystem führen.

Die Diagnose von E. Cuniculi erfolgt in der Regel durch eine Kombination von körperlichen Untersuchungen, Blutuntersuchungen und manchmal auch einer Analyse der Rückenmarksflüssigkeit. Eine Behandlung ist möglich und umfasst in der Regel die Verwendung von Antiparasitika und eine unterstützende Therapie zur Linderung der Symptome.
Eine gute Hygienepraxis, kein Kontakt zu infizierten Tieren und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und Impfungen können auch dazu beitragen, das Risiko einer Infektion zu minimieren bzw. diese rechtzeitig zu erkennen.

Symptome und Auswirkungen von E.Cuniculi bei Kaninchen

Die Symptome von E. Cuniculi können von Kaninchen zu Kaninchen variieren. Einige Tiere können tragende Wirte sein und zeigen keine offensichtlichen Anzeichen einer Infektion. Bei anderen können die Symptome mild bis schwerwiegend sein und das Nervensystem betreffen. Hier sind einige typische Symptome, die bei Kaninchen mit E. Cuniculi auftreten können:
 
  1. Kopfschiefhaltung: Das Kaninchen hält den Kopf schief oder kippt ihn zur Seite.
  2. Zittern oder Tremor: Das Kaninchen zeigt unkontrollierbare Zitterbewegungen am ganzen Körper.
  3. Krämpfe: Das Kaninchen kann epileptische Anfälle oder Krampfanfälle haben.
  4. Verlust der Koordination: Das Kaninchen zeigt Schwierigkeiten beim Gehen oder Springen und kann umfallen oder taumeln.
  5. Lähmungen: Das Kaninchen kann eine teilweise oder vollständige Lähmung in den Hinterbeinen oder anderen Körperteilen entwickeln.
  6. Verhaltensänderungen: Das Kaninchen kann sich apathisch, ängstlich oder aggressiv verhalten. Es kann auch Probleme mit der Blasen- und Darmkontrolle haben.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Kaninchen mit E. Cuniculi Symptome zeigen. In einigen Fällen kann die Infektion asymptomatisch sein oder nur sehr milde Anzeichen verursachen. Wenn man jedoch bei seinem Kaninchen eines oder mehrere dieser Symptome beobachtet, sollte man umgehend die Tierärztin oder den Tierarzt aufsuchen, damit eine genaue Diagnose gestellt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden kann.

Kaninchen mit E. Cuniculi

Dieses Bild zeigt ein Kaninchen mit E. Cuniculi, das durch die Erkrankung ein typisches Rollen und Sternengucken entwickelte. Obwohl der Akutzustand dramatisch wirkt, konnte dieses Kaninchen durch einen sofortigen Besuch bei einer kleintierfachkundigen Tierärztin und der darauffolgenden intensiven Behandlung & Pflege zu Hause ohne bleibende Schäden genesen. Innerhalb von ca. 3 Wochen waren keine Symptome mehr erkennbar. Die vollständige Behandlung dauerte ca. 4 Wochen. 


Übertragungsarten

Es gibt verschiedene Übertragungswege für E. Cuniculi bei Kaninchen. Hier sind die häufigsten:
 
  1. Direkter Kontakt mit infiziertem Urin: Die Hauptübertragungsquelle für E. Cuniculi ist der direkte Kontakt mit dem infizierten Urin eines infizierten Kaninchens. Das kann durch das Beschnuppern, Lecken oder Bestreuen von kontaminierten Oberflächen oder Materialien geschehen.
  2. Vertikale Übertragung: Kaninchen können E. Cuniculi auch von der Mutter während der Schwangerschaft oder über die Muttermilch bekommen. Die Infektion kann auf die Nachkommen übertragen werden, was zu Geburtsschäden oder einer lateralen Infektion führen kann.
  3. Indirekter Kontakt: E. Cuniculi kann auch durch kontaminierte Umgebungen wie Käfige, Gehege, Spielzeug, Wasser- oder Futterbehälter übertragen werden. Wenn ein infiziertes Kaninchen mit diesen Oberflächen in Berührung kommt, kann der Parasit darauf überleben und andere Kaninchen infizieren.
  4. Seltene Übertragungswege: Obwohl sehr selten, kann E. Cuniculi auch durch Bisse von infizierten Insekten, wie bestimmten Fliegenarten, übertragen werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass E. Cuniculi nicht nur auf Kaninchen begrenzt ist. Es kann auch andere Tierarten, darunter Nagetiere und sogar den Menschen, betreffen. Allerdings sind andere Tierarten normalerweise widerstandsfähiger gegenüber der Infektion, während Menschen meist immun dagegen sind oder nur selten Symptome entwickeln.
Um die Übertragung von E. Cuniculi zu verhindern, ist es wichtig, Hygienemaßnahmen in Bezug auf die Reinigung von Käfigen und Gehegen, die Verwendung von sauberem Wasser und Futterbehältern sowie die Begrenzung des Kontakts zu infizierten Tieren zu beachten.
 

Diagnosemöglichkeiten für E.Cuniculi bei Kaninchen

Bei Verdacht auf eine Infektion mit E.Cuniculi bei Kaninchen ist es wichtig, schnellstmöglich einen Tierarzt aufzusuchen. Es gibt verschiedene Diagnosemöglichkeiten für diese Erkrankung. Eine Methode ist die Untersuchung von Urinproben, um den Erreger nachzuweisen. Auch Bluttests können durchgeführt werden, um das Immunsystem des Tieres zu überprüfen und eine mögliche Infektion festzustellen. Ein weiteres Anzeichen für E.Cuniculi sind Symptome wie Kopfschiefhaltung und Krämpfe. In der Regel tritt die Krankheit häufig in den ersten Wochen nach einer Infektion auf. Durch Vorsorgemaßnahmen wie regelmäßige Reinigung und Desinfizierung des Lebensraums sowie begrenzten Kontakt mit anderen Tieren kann das Risiko einer Infektion minimiert werden. Da E.Cuniculi auch auf stark immungeschwächte Menschen übertragbar sein kann (HIV, Chemotherapie, Organtransplantation), sollten infizierte Tiere isoliert gehalten werden, um eine Ausbreitung der Parasiten zu verhindern. Eine rechtzeitige Behandlung der Krankheit ist wichtig für die Gesundheit und Lebensqualität des betroffenen Tieres, daher raten wir dringend dazu, bei Verdacht auf E.Cuniculi sofort einen Tierarzt bzw. Tierärztin aufzusuchen.

Behandlungsoptionen für infizierte Kaninchen

Der erste Schritt besteht darin, einen Tierarzt aufzusuchen, der sich auf Kaninchen spezialisiert hat und Erfahrung in der Behandlung von E.Cuniculi hat. Der Tierarzt wird in der Regel eine Kombination aus Medikamenten verschreiben, um die Symptome wie Kopfschiefhaltung oder Krämpfe zu lindern und den Erreger direkt zu bekämpfen. Es ist wichtig anzumerken, dass die Behandlungsdauer mehrere Wochen betragen kann und Geduld erfordert. Eine unbehandelte Infektion kann langfristige Folgen für das Immunsystem des betroffenen Tieres haben und seine Lebensqualität beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei Verdacht auf eine Erkrankung schnellstmöglich einen erfahrenen Tierarzt aufzusuchen und alle notwendigen Maßnahmen zur Genesung des kranken Kaninchens einzuleiten.
Hier sind einige gängige Behandlungsmöglichkeiten:
 
  1. Antiparasitäre Medikamente: Der Tierarzt kann antiparasitäre Medikamente wie Fenbendazol oder Albendazol verschreiben, um den parasitären Erreger E. Cuniculi zu bekämpfen. Diese Medikamente werden normalerweise über einen bestimmten Zeitraum verabreicht, häufig in Form von oralen Suspensionen.
  2. Steroide oder entzündungshemmende Medikamente: In einigen Fällen kann der Tierarzt die Verwendung von Steroiden oder entzündungshemmenden Medikamenten empfehlen, um neurologische Symptome zu reduzieren. Diese Medikamente können Entzündungen im Nervensystem reduzieren und dazu beitragen, Symptome wie Kopfschiefhaltung, Zittern oder Krämpfe zu lindern.
  3. Unterstützende Therapie: Für Kaninchen mit fortgeschrittenen neurologischen Schäden kann eine unterstützende Therapie erforderlich sein. Dazu können spezialisierte Pflegemaßnahmen oder Physiotherapie gehören, um die Mobilität und Lebensqualität des Kaninchens zu verbessern.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Behandlung von E. Cuniculi in der Regel darauf abzielt, die Infektion langfristig zu kontrollieren, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Die Genesungszeit kann je nach Schwere der Infektion und individuellen Faktoren variieren.
Es ist ratsam, eng mit einem erfahrenen Tierarzt bzw. Tierärztin zusammenzuarbeiten, der sich mit Kaninchen auskennt. Sie können die Symptome des Kaninchens beurteilen, die geeignete Behandlungsoption empfehlen und weitere spezifische Empfehlungen zur Medikamentendosierung, Pflege und Überwachung des Kaninchens geben.
 

Präventionsmaßnahmen gegen eine Infektion mit E.Cuniculi

Um einer Infektion mit E.Cuniculi bei Kaninchen vorzubeugen, gibt es einige Präventionsmaßnahmen, die man als Besitzer ergreifen kann. Zunächst ist es wichtig, das Immunsystem des Tieres durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung zu stärken. Auch eine regelmäßige Reinigung der Umgebung und des Futternapfes sowie die Vermeidung von engem Kontakt mit anderen Tieren (deren E.C. Status nicht bekannt ist) können dazu beitragen, das Risiko einer Infektion zu minimieren.
 

Unser Tipp: Grünfutter, qualitativ hochwertige Heumischungen, sowie Kräuter-, Blätter- und Blütenmischungen sorgen dafür, dass die Gesundheit Ihres Kaninchens optimal durch artgerechte Ernährung unterstützt wird. In der kalten Jahreszeit können sie auf getrocknete Mischungen zurückgreifen und Ihrem Tier die volle Kraft der Natur bieten. Unser Team berät Sie gerne, mit welchen Kräutern und Futtermischungen Sie Ihr Tier am besten unterstützen können.

 

So können Sie Ihr Kaninchen während einer akuten E. Cuniculi Erkrankung bestmöglich unterstützen

Hier sind einige Tipps, wie man sein Kaninchen während der Erholung von einer Infektion mit E. Cuniculi unterstützen kann:
 
  1. Tierärztliche Betreuung: Stellen Sie sicher, dass das Kaninchen regelmäßig von einem Tierarzt untersucht wird, um den Fortschritt der Genesung zu überwachen und geeignete Behandlungen anzubieten. Folgen Sie den Anweisungen des Tierarztes bezüglich Medikation, Dosierung und Verabreichung.
  2. Quarantäne und Hygiene: Sorgen Sie für eine sorgfältige Hygiene, indem Sie die Käfige, Spielzeug und Futter- /Wassernäpfe regelmäßig reinigen. Gründliches Händewaschen nach der Gehegereinigung oder der Tierpflege verstehen sich dabei von selbst.
  3. Unterstützende Pflege: Bieten Sie dem Kaninchen eine angemessene und unterstützende Pflege an. Sorgen Sie dabei für eine saubere und stressfreie Umgebung, indem Sie ihm ausreichend Platz zum Bewegen anbieten. Achten Sie darauf, dass das Kaninchen stets Zugang zu frischem Wasser und einer ausgewogenen Ernährung hat. Nehmen Sie dabei besondere Rücksicht auf die eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten Ihres Tieres! Am besten geeignet sind kippsichere und schwere Ton-Näpfe, aus denen das Tier barrierefrei trinken kann.
  4. Halten das Kaninchen warm und trocken, da die Infektion das Immunsystem schwächen kann. Gerade bei Tieren, die ansonsten in einem Außengehege gehalten werden, kann es nötig sein, das Tier während der kalten Jahreszeit vorübergehend in Haus oder Wohnung zu holen. Nur dadurch können folgenschwere Unterkühlungen vermieden werden, die zu einer starken Verschlechterung des Zustandes bis hin zum Tod führen könnten.
  5. Besondere Aufmerksamkeit auf das Futter: Bieten Sie dem Kaninchen eine ballaststoffreiche Ernährung an, die aus einer Mischung aus Heu (Hauptbestandteil!), frischem Gemüse (in begrenzten Mengen) und speziell formuliertem Kaninchenfutter besteht. Bei besonders kranken Tieren muss eine Unterfütterung ausgeschlossen werden. Insbesondere, wenn das Tier derart geschwächt ist und in Folge selbst keine Nahrung mehr aufnehmen kann, kann eine Zufütterung von „Päppelbrei“ und Vitaminpräparaten notwendig sein. Ihr Tierarzt wird Ihnen entsprechende Produkte verschreiben und Sie genau über die nötigen Fütterungs-Abstände informieren. Da Kaninchen einen Stopfdarm besitzen, ist es für sie lebenswichtig, diesen in regelmäßigen und kurzen Abständen durch Nahrungsaufnahme wieder zu befüllen.
  6. Beobachten Sie die regelmäßige Kotabgabe Ihres Tieres. Sollte Ihr Kaninchen keinen Kot mehr abgeben oder einen stark geblähten Bauch entwickeln, dann warten Sie keinesfalls länger zu und suchen Sie sofort eine Tierarztpraxis auf.
  7. Stressreduktion: Reduzieren Sie Stress für das Kaninchen, da Stress das Immunsystem weiter schwächen kann. Bieten Sie ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und einen ruhigen Bereich für das Kaninchen an und vermeide laute Geräusche und plötzliche Veränderungen in der Umgebung.
  8. Unterstützung bei der Bewegung: Wenn das Kaninchen Schwierigkeiten hat, sich zu bewegen oder Koordinationsprobleme hat, können Sie ihm bei Bedarf dabei helfen, indem man Rutschgefahr durch Teppiche oder rutschfeste Unterlagen verringert oder eine Rampe oder Stufen für das Ein- und Aussteigen in einen Käfig oder eine Plattform bereitstellt.

Es ist wichtig, mit einem kaninchenkundigen Tierarzt zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass man die bestmögliche Pflege für das Kaninchen während der Genesung bereitstellt. Jedes Kaninchen ist einzigartig, und der Tierarzt kann individuelle Empfehlungen basierend auf dem Gesundheitszustand und den Bedürfnissen des Kaninchens
 

Tipps für die E. Cuniculi gerechte Haltung und Ausstattung des Geheges

Bei der Haltung und Einrichtung eines Kaninchens, das an E. Cuniculi erkrankt ist, gibt es einige Anpassungen, die Sie vornehmen können, um das Wohlbefinden und die Genesung des Kaninchens zu unterstützen. Hier sind einige wichtige Punkte:
 
  1. Sorgen Sie für eine saubere und angemessene Umgebung: Stellen Sie sicher, dass der Käfig oder das Kaninchengehege sauber und gut belüftet ist. Verwenden Sie geeignete Einstreu, die einfach zu reinigen und zu wechseln ist. Sorgen Sie für ausreichend Platz, damit sich das Kaninchen bewegen und ausruhen kann.
  2. Verwenden Sie weiche und rutschfeste Unterlagen: Verwenden Sie rutschfeste Unterlagen oder Teppiche im Käfig, um das Risiko von Stürzen des Kaninchens zu verringern. Das Kaninchen kann aufgrund von neurologischen Symptomen Schwierigkeiten beim Gehen und Balancieren haben, daher ist es wichtig, eine sichere Umgebung zu schaffen.
  3. Passen Sie die Einrichtung an: Passen Sie die Einrichtung des Käfigs oder Geheges an die Bedürfnisse des Kaninchens an. Stellen Sie sicher, dass das Kaninchen leicht auf Plattformen oder erhöhte Bereiche zugreifen kann, z. B. indem Sie Rampen oder flache Treppen bereitstellen. Reduzieren Sie Höhenunterschiede, um das Kaninchen vor Stürzen zu schützen.
  4. Bieten Sie weiches Liegematerial an: Bieten Sie dem Kaninchen weiche, bequeme und unterstützende Liegemöglichkeiten wie Kissen oder Decken, um den Komfort während des Ruhe- und Schlafens zu verbessern. Oft drehen sich Kaninchen mit E.C. unkontrolliert im Kreis (wechseln dabei rollend von Bauch- auf Rückenlage) und laufen dadurch Gefahr, ihre Augen dabei zu verletzten. Übliche Einstreu könnte in dieser akuten Phase Verletzungen oder Reizungen am Auge auslösen. Solange sich das Kaninchen nicht koordiniert bewegen kann, sollte man daher auf Übergangslösungen wie Hanfmatten, Decken oder alte Handtücher bzw. altes Bettzeug zurückgreifen. Bei starkem Rollen des Tieres kann Ihr Tierarzt Ihnen zusätzlich eine spezielle Augensalbe verschreiben.
  5. Trennen Sie das Kaninchen vorübergehend: Während der Genesung von E. Cuniculi kann es sinnvoll sein, das infizierte Kaninchen vorübergehend von anderen Kaninchen zu isolieren. Zum Beispiel, bei kühlen Temperaturen und Außengehege-Haltung, oder wenn die anderen Tiere aggressiv auf das erkrankte Tier reagieren. Grundsätzlich gilt jedoch: Sozialkontakte und Kuscheleinheiten mit den wohlbekannten Artgenossen sind der Genesung äußerst förderlich. Diesen Faktor sollte man keinesfalls unterschätzen. (Aufgrund des engen Kontakts mit den anderen Tieren, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass alle Partner-Tiere den Erreger bereits in sich tragen. Dies muss jedoch nicht bedeuten, dass die Krankheit bei allen Tieren ausbricht. Ein nachträgliches Separieren macht daher nur überschaubaren Sinn.)
  6. Passen Sie das Außengehege an: Wenn das Kaninchen in einem Außengehege gehalten wird, sorgen Sie für ausreichenden Schutz vor Wettereinflüssen wie Sonne, Regen und Wind. Achten Sie auch darauf, dass das Gehege sicher gegenüber Raubtieren ist, um das infizierte Kaninchen zu schützen.
  7. Da Kaninchen mit E.C. oft Koordinationsschwierigkeiten haben, oder sich im Kreis drehen, ist es besonders wichtig Ihnen Halt zu geben. Das Abstützen mittels einer Handtuchrolle oder großen Kuschelieren (siehe Bild oben) kann stabilisierend und beruhigend auf das Tier wirken und das Rollen etwas einbremsen. 
Jedes Kaninchen ist einzigartig und der Tierarzt kann spezifische Ratschläge basierend auf dem Gesundheitszustand und den Symptomen Ihres Kaninchens geben.
 

Ist es notwendig das akut erkrankte Kaninchen von seinen Artgenossen zu separieren?

Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage, da es von verschiedenen Faktoren abhängt. (siehe vorheriger Absatz, Punkt 5)
Grundsätzlich gilt, dass E. Cuniculi bereits in vielen Kaninchengruppen weit verbreitet ist, ohne dass jedes Kaninchen Symptome zeigt. Zudem kann die Infektion auch längere Zeit in einem ruhenden, nicht ansteckenden Zustand verbleiben. In solchen Fällen kann eine Separation der Kaninchen übertrieben sein und unnötigen Stress für die Tiere verursachen.
Die Entscheidung, Kaninchen mit E. Cuniculi zu trennen oder nicht, sollte in Absprache mit einem kaninchenkundigen Tierarzt getroffen werden. Ein Tierarzt kann den Zustand der infizierten Kaninchen beurteilen, das Risiko einer Übertragung auf andere Kaninchen einschätzen und entsprechende Empfehlungen für die Haltung geben.

Wenn man mehrere Kaninchen hat und eines mit E. Cuniculi infiziert ist, sollte man zumindest vorübergehend die infizierte Kaninchengruppe von den anderen separieren, bis der Tierarzt eine angemessene Behandlung und Maßnahmen festgelegt hat. Dies kann dazu beitragen, die Ausbreitung der Infektion einzudämmen und eine potenzielle Ansteckung anderer Kaninchen zu verhindern.


Immunsystem stärken durch richtige Ernährung

Für Kaninchen, die sich von einer Infektion mit E. Cuniculi erholen, ist es wichtig, eine ausgewogene Ernährung anzubieten, die ihre Bedürfnisse unterstützt und ihr Immunsystem stärkt. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie bei der Wahl des Futters für Ihr Kaninchen beachten sollten:
 
  1. Heu: Heu sollte die Hauptkomponente der Ernährung eines Kaninchens sein. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kaninchen rund um die Uhr Zugang zu frischem, hochwertigem Heu hat. Heu unterstützt die Verdauung, fördert den Zahnabrieb und liefert Ballaststoffe.
  2. Gemüse: Bieten Sie täglich eine Auswahl an frischem Gemüse an, um eine Vielzahl von Nährstoffen zu liefern. Geeignete Optionen sind z. B. Blattgemüse wie Löwenzahn, Petersilie, Rucola, Spinat, Sellerieblätter, Fenchelgrün und Karottengrün. Integrieren Sie neue Gemüsesorten nach und nach und geben Sie nur kleine Portionen, um Magenverstimmungen zu vermeiden.
  3. Kräuter: Kräuter haben auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit von Kaninchen. Ganz besonders empfohlen während einer akuten E. Cuniculi-Erkrankung ist Bärenklau. Im Sommer ist er oft auf üppigen Wiesen zu finden. Auch in getrockneter Form ist er eine ideale Futterbeigabe. (getrockneter Bärenklau)
  4. Insbesondere harntreibende und entzündungshemmende Kräuter stellen eine gute Unterstützung für das Immunsystem dar. Dazu zählen, zum Beispiel, Löwenzahn(wurzeln), Brennnessel, Dost, Fenchelkraut, Echinacea, uvm.
  5. Pellets: Wählen Sie hochwertige Kaninchenpellets, die einen hohen Ballaststoffgehalt (mindestens 18-20%) und wenig Getreide enthalten. Vermeiden Sie Futtermittel mit hohem Zucker- oder Getreidegehalt, da dies die Verdauung beeinträchtigen kann.
  6. Obst: Obst sollte in begrenzten Mengen angeboten werden, da es einen höheren Zuckergehalt hat. Optimal sind kleine Portionen von Äpfeln, Birnen, Beeren oder Melonen als gelegentliche Leckerbissen. Es ist wichtig, das Futter des Kaninchens nach und nach anzupassen und auf individuelle Präferenzen und Empfindlichkeiten zu achten. Stellen Sie sicher, dass Ihr Kaninchen immer frisches Wasser zur Verfügung hat, um es gut hydriert zu halten. Es kann auch hilfreich sein, den Futterplan mit einem kaninchenkundigen Tierarzt abzustimmen, um sicherzustellen, dass Ihr Kaninchen die Nährstoffe erhält, die es für eine erfolgreiche Genesung benötigt.
  7. Hoch dosiertes Vitamin B12 oder Vitamin-B-Komplex hilft Ihrem Tier bei der Genesung. Ihr Tierarzt wird Ihnen entsprechende Präparate verschreiben.



 

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Prognose

Die Prognose für Kaninchen, die an E. Cuniculi erkranken, kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Schweregrads der Infektion, des Zeitpunkts der Diagnose und des allgemeinen Gesundheitszustands des Kaninchens. Bei einigen Kaninchen kann die Infektion mild verlaufen und sie erholen sich vollständig mit angemessener Behandlung und unterstützender Pflege. In solchen Fällen kann das Kaninchen ein weitgehend normales Leben führen, nachdem es die Infektion überstanden hat.

In schwereren Fällen können die neurologischen Symptome jedoch schwerwiegender sein und zu bleibenden Schäden führen. In einigen Fällen kann die Lähmung oder die Beeinträchtigung der motorischen Funktionen dauerhaft sein. Die Behandlung kann helfen, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, aber eine vollständige Wiederherstellung ist möglicherweise nicht immer möglich.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine frühzeitige Diagnose und Behandlung die Prognose verbessern können. Wenn Sie also Anzeichen von E. Cuniculi bei Ihrem Kaninchen bemerken, ist es wichtig, sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die beste Chance auf eine erfolgreiche Behandlung und Genesung zu haben.
Es ist auch zu beachten, dass die Langzeitpflege und Unterstützung des Kaninchens wichtig sind, unabhängig von der Prognose. Dies kann die Bereitstellung einer angepassten Umgebung, richtiger Ernährung und Medikamente umfassen, um das Wohlbefinden des Kaninchens zu unterstützen.
 

Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Kaninchenbesitzer (Organisationen, Tierärzte, Foren etc.)

Für betroffene Kaninchenbesitzer gibt es zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten, die bei einer Infektion mit E.Cuniculi helfen können. Tierärzte sind in der Regel die erste Anlaufstelle und können eine Diagnose stellen sowie Behandlungsoptionen aufzeigen. Es gibt auch spezialisierte Organisationen und Foren, die sich auf Erkrankungen bei Kaninchen spezialisiert haben und wertvolle Ratschläge geben können. Wichtig ist es, frühzeitig Kontakt zu diesen Stellen aufzunehmen, um das Immunsystem des Tieres bestmöglich zu unterstützen und langfristige Folgen zu vermeiden. Symptome wie Kopfschiefhaltung oder Krampfanfälle sollten ernst genommen werden, da eine unbehandelte Infektion mit E.Cuniculi schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebensqualität des Tieres haben kann.
Insgesamt gilt: Eine schnelle Diagnosestellung und Behandlung sind für das Wohlbefinden des Kaninchens enorm wichtig - also zögern Sie nicht, einen Tierarzt oder eine Hilfsorganisation zu kontaktieren!
 

Fazit: Sorgen wir gemeinsam dafür, dass die unsichtbare Bedrohung sichtbar wird

Abschließend ist es wichtig, dass wir uns alle bewusst machen, wie häufig E.Cuniculi bei Kaninchen auftritt und wie schwerwiegend die Erkrankung sein kann. Durch die Symptome wie Kopfschiefhaltung oder Lähmungserscheinungen wird deutlich, dass eine Infektion mit dem Parasiten ernst genommen werden muss. Eine rechtzeitige Behandlung durch den Tierarzt kann nicht nur die Lebensqualität des betroffenen Tieres verbessern, sondern auch das Immunsystem stärken und langfristige Folgen vermeiden. Es liegt in unserer Verantwortung als Besitzer und Liebhaber von Kaninchen, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen und unsere Tiere regelmäßig auf eine mögliche Infektion zu untersuchen. Nur so können wir sicherstellen, dass die unsichtbare Bedrohung sichtbar wird und unsere tierischen Begleiter gesund bleiben. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass E.Cuniculi bei Kaninchen nicht länger ein Tabuthema bleibt und die Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Besitzer bekannt gemacht werden.
 

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Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kaninchen: Bleiben Sie gesund bzw. gute und rasche Genesung!

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