Fellwechsel beim Kaninchen: Unterstützen Sie Ihr Langohr auf dem Weg zum neuen Fell!


Ihr Kaninchen oder Hase verliert Fell? Der Haarausfall im Frühling oder Herbst muss Sie nicht beunruhigen, es ist nämlich Fellwechselzeit für Hasen und Kaninchen. In dieser Phase sollten Sie besonders darauf achten, dass sich Ihre Tiere wohlfühlen. Der Fellwechsel kann nämlich zu zahlreichen Problemen führen.
 

Die häufigisten Probleme beim Kaninchen-Fellwechsel

  • Verstopfung
  • Haarballenbildung
  • weniger effiziente Verdauung
  • Köttelketten
 

Köttelketten beim Kaninchen

Falls Sie nicht wissen, was Köttelketten sind, haben Sie wohl auch noch keine gesehen. Dabei setzt das Tier seine Köttel nicht wie gewohnt einzeln ab, sondern in Form einer Kette. Die Köttel werden von verschluckten und nicht verdauten Fellresten regelrecht aneinandergereiht. Der Kot ähnelt dann der Form einer (Perlen)Kette und hat daher auch diesen Namen. Die Kaninchen tun sich manchmal auch schwer den Kot abzusetzen und ziehen die "Kette" dann hinter sich her. Da das verschluckte Fell für diese Verdauungsprobleme sorgt, kommt dieses Phänomen zumeist im Rahmen des Fellwechsels im Frühling und im Herbst vor.
 

In welchem Monat haben Kaninchen Fellwechsel?

Kaninchen haben normalerweise zwei große Fellwechsel pro Jahr. Der erste Fellwechsel findet im Frühling statt, ungefähr zwischen März und April. Während dieser Zeit verlieren Kaninchen ihr Winterfell. Das neue ist leichter und besser auf die steigenden Teperaturen abgestimmt. Der Frühlingsfellwechsel ist auch bekannt als "Hauptfellwechsel". Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Kaninchen ihren Fellwechsel gleichzeitig durchmachen. Vielmehr ist das Timing von verschiedenen Faktoren wie Rasse, Alter und Gesundheitszustand bestimmt. Der zweite Fellwechsel tritt im Herbst ein, normalerweise in den Monaten September und Oktober.

Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess, den Kaninchen durchlaufen, um sich an die veränderten Bedingungen während des Herbstes anzupassen. Während dieser Zeit verlieren sie vermehrt Haare und ihr Fell kann dichter wirken. Der Fellwechsel ist für Kaninchen besonders wichtig, da er ihre Isolationsschicht für die kommenden kälteren Monate erneuert.


Wie lange dauert der Fellwechsel bei Kaninchen?

Kaninchen vollziehen ihren Fellwechsel in der Regel in etwa 2-3 Wochen. Während dieser Zeit verlieren sie ihre alten Haare und ersetzen sie durch neue. Während des Fellwechsels kann das Kaninchen verstärkt Haare verlieren. Geraten Sie also nicht in unnötige Panik, wenn das Fell Ihres Lieblings zwischendurch dünn und struppig aussieht.
 
Unterstützen Sie Ihr Tier in dieser Zeit und bürsten Sie es regelmäßig. Das hilft dabei, lose Haare zu entfernen und verhindert die Bildung von Haarballen im Verdauungstrakt. Die Verdauung Ihrer Kaninchen kann während des Fellwechsels etwas empfindlicher sein als üblich. Achten Sie darauf, dass die Tiere genügend hochwertiges Futter mit vielen Ballaststoffen erhalten.
 

Wie bürste ich mein Kaninchen richtig?

Warum Sie Ihr Kaninchen bürsten sollten? Durch das Bürsten können Sie helfen, abgestorbene Haare zu entfernen und die Bildung von Haarballen zu reduzieren. Besonders bei Tieren mit langem Fell (zum Beispiel Fellwechsel bei Löwenkopfkaninchen) ist regelmäßiges Bürsten wichtig. Achten Sie dabei darauf, dass Sie sanfte Bürsten verwenden. So vermeiden Sie, dass die Haut Ihres Langohres verletzt wird. Am besten geeignet für die Fellpflege, sind speziell dafür entwickelte Fellbürsten. Sie zeichnen sich durch ihre abgerundeten und mit weichem Material bedeckten Borsten-Enden aus. So können Sie sicherstellen, dass Sie Ihr Kaninchen nicht mit unangenehmen Materialien stressen oder kratzen.
 
Viele Langohren genießen das Bürsten regelrecht. Das kommt aber immer auf das jeweilige Tier an und muss nicht immer der Fall sein. Vertrauen Sie dabei auf Ihre Erfahrung. Sie kennen Ihr Kaninchen am besten und wissen, ob es eine derartige Berührung mag, oder nur davon gestresst wird. Kaninchen sind nun mal Fluchttiere. Besonders Tiere, die ganzjährig im Freigehege Ihre Ruhe genießen, werden von der plötzlichen Bürsterei vielleicht nicht allzu begeistert sein. Nichts desto trotz beugt das Ausbürsten des Fells etwaigen Verdauungsproblemen vor und kann vielleicht den ein oder anderen Besuch beim Tierarzt verhindern.

Unser Tipp: Heben Sie besonders schüchterne Tier nicht hoch, sondern tasten Sie sich behutsam vor. Vielleicht schätzt Ihr Kaninchen die Fellpflege mehr, wenn es dabei am Boden sitzen bzw. liegen bleiben darf. Hochgehoben zu werden, kann bei schüchternen Langohren zu immensem Stress führen.

 

6 Expertinnen Tipps für die Kaninchen Ernährung während des Fellwechsels

Claudia Zimmermann – Gründerin der Hagenthaler Naturfuttermanufaktur – ist Nagerfutter-Expertin und hat langjährige Züchterinnenerfahrung. Sie weiß genau, wie Sie Ihr Tier bestmöglich unterstützen können. Hier unsere Tipps vom Profi: 
 
  1. Ballaststoffreiche Ernährung: Während des Fellwechsels benötigen Kaninchen eine ballaststoffreiche Ernährung, um eine gesunde Verdauung zu fördern. Geben Sie ihnen reichlich hochwertiges Heu, Wiesenkräuter und Blüten. Diese Futtermittel sind reich an Ballaststoffen und sorgen für eine besonders gute Darmfunktion. Auch Blätter eignen sich sehr gut um die Verdauung in Schwung zu halten. Ob Birke, Apfelbaum, Haselnuss oder Weide – die Auswahl ist vielfältig.

Tipp: Wenn Sie Ihre Weinrebe oder Ihre Himbeeren im Herbst zurückschneiden, denken Sie an Ihre Nager. Diese Blätter sind für sie eine wahre Delikatesse! Falls Sie derartiges nicht in Reichweite haben, legen wir Ihnen unsere erlesenen Kräuter & Blüten Mischungen ans Herz. Ihr Langohr wird sich freuen!

 
  1. Abwechslungsreiches Gemüse: Ergänzen Sie das Futter Ihrer Kaninchen mit einer Vielzahl an frischem oder sanft getrocknetem Gemüse. Gemüse sollte dabei aber nie die Hauptrolle spielen und nur als kleine Beigabe dienen. Kaninchenl lieben, zum Beispiel, Karotten. Diese enthalten aber viel Zucker und deshalb gilt: Gemüse nur in Maßen und nicht in Massen! Grünfutter entspricht dem natürlichen Speiseplan eines Kaninchens viel mehr und ist somit die beste Unterstützung für deren Stopfdarm!
 

Tipp: Versuchen Sie es doch zur Abwechslung mal mit frischem Fenchel statt Karotte - der hat im Herbst Saison!

 
  1. Limitieren Sie stärkehaltige Lebensmittel: Belasten Sie Ihr Tier nicht mit zu vielen stärkehaltigen Lebensmitteln wie Getreide, Obst und zuckerhaltigen Snacks. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf ballaststoffreiche Optionen und beugen Sie somit Verstopfungen vor. 
  2. Wasser zur Verfügung stellen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kaninche stets frisches Wasser zur Verfügung hat. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für die Verdauung und den allgemeinen Gesundheitszustand der Tiere.
  3. Ölhaltige Leckerlies (z.B. Sonnenblumenleckerlies, Leinpresskuchen, etc.) und Saaten enthalten natürliche Fette und Enzyme, die dem Kaninchen bei der Verdauung helfen. Aufgrund des erhöhten Fettgehaltes ist es jedoch besonders wichtig, sich an die empfohlene Dosierung zu halten. Unser Team berät Sie gerne bei der richtigen Futterwahl und Dosierung für Ihr Tier.
  4. Hoppeln, Hoppeln, Hoppeln! Bewegung ist nicht nur für uns Menschen gesund und verdauungsförderlich, sondern auch für Kaninchen. Sorgen Sie also stets dafür, dass ihr Liebling genügend Auslauf und Bewegung bekommt. Gemeinsam mit der richtigen Ernährung ist dies besonders wichtig für unsere Langohren und deren Stopfdarm.
 

Wichtig: Sollten Sie Verhaltensauffälligkeiten, einen aufgeblähten Bauch oder andauernde Probleme bei der Verdauung Ihres Tieres bemerken, zögern Sie nicht und konsultieren Sie Ihren Tierarzt. Er kann den Problemen genau auf den Grund gehen und eine entsprechende Therapie einleiten.

 


Wussten Sie: Meeschweinchen, Chinchillas & Co haben keinen saisonalen Fellwechsel

Im Gegensatz zum Kaninchen unterliegen Meerschweinchen, Chinchillas und Degus keinem saisonalen Fellwechsel. Stattdessen haben sie einen kontinuierlichen Haarwechsel, der einen regelmäßigen Ablauf hat. Das bedeutet, dass die Haare dieser Tiere so lange wachsen, bis sie ihre typische Länge erreicht haben. Danach folgt eine Ruhephase, in der die nachwachsenden Haare die alten lockern und diese schließlich ausfallen. Ständiger diffuser Haarausfall ist bei diesen Arten also normal. Großflächige Fellverluste sind hingegen ein Anzeichen für eine mögliche Krankheit. Parasiten, Hormonstörungen oder Haltungsfehler können die Ursache dafür sein. Wenn auffällige Veränderungen des Haarkleides auftreten, ist es ratsam, einen fachkundigen Tierarzt zu konsultieren, um die genaue Ursache zu ermitteln.
 

Zusammenfassung: Alle Infos zum Fellwechsel im Überblick

 
  • Der Herbst ist die Zeit des Fellwechsels bei Kaninchen.
  • 2 große Fellwechsel pro Jahr (März/April & September/Oktober)
  • Fellwechsel-Dauer: in der Regel etwa 2-3 Wochen
  • regelmäßige Fellpflege (mit Fellbürsten), um Probleme wie Verstopfung und Haarballenbildung zu vermeiden
  • gesunde Ernährung und Beobachtung der Köttel der Kaninchen 
  • Bei auffälligen Veränderungen: Tierarzt konsultiert 
  • Ausreichend Auslauf und Bewegung unterstützen die gesunde Verdauung  

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Liebling einen angenehmen Herbst & stressfreien Fellwechsel!

 Signatur Liebe Grüße aus dem Hagenthal

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